Gedanken zu WLAN- / Funk- / Drahtlos- / Wireless- / WiFi-Netzwerk

 

Definition

Netzwerke mit der Bezeichnung WLAN, Funknetzwerk, Drahtlosnetzwerk, Wireless-Netzwerk und WiFi-Netzwerk bedeuten in diesem Zusammenhang alle das selbe:

Die Netzwerksignale zwischen Computern, Peripheriegeräten und/oder dem Internet werden per Funk übermittelt.

 

Technische Aspekte

Drahtlose Netzwerke (WLANs) sind weit verbreitet und beliebt: ihre Vorteile liegen darin, dass für die Verbindung von Geräten untereinander bzw. zum Internet keine Kabel verlegt werden müssen, weil die notwendigen Signale per Funk verbreitet werden.

Die Signalqualität der Funksignale wird von vielen Faktoren bestimmt: Distanz, Positionierung der Funkzellen, Bausubstanz und -infrastruktur, andere WLANs in der Umgebung, Wahl der Frequenz, andere sendende Geräte (Handies, DECT-Funktelefone, Mikrowellenherde, Netzteile, Dimmer, usw.).

Bestimmte Störungen können durch die richtige Konfiguration der WLAN-Stationen vermindert werden, andere durch zusätzliche Geräte.

 

Gesundheitliche Aspekte

Manche Schulen sind zu Recht zurückhaltend mit dem Einsatz von WLAN, andere schalten WLAN gleich ganz ab und empfehlen Kabelverbindungen. Bemerkenswert ist folgende Aussage in manchen Studien: es wird festgehalten, dass WLAN-Geräte, die sich an die definierten Standards halten, kein Gesundheitsrisiko darstellen. Die selben Berichte halten gleichzeitig fest, dass Schulen WLAN mit derselben Vorsicht einsetzen wie Handyantennen. Und für Handyantennen gilt, dass der Hauptantennenstrahl nicht auf das Schulgelände fallen darf...

Ich kenne AnwenderInnen, die sich nach dem Einsatz eines WLANs gesundheitlich bleibend beeinträchtigt fühlten (Schlafstörungen, häufige Kopfschmerzen; Gefühl, unter Strom zu stehen; Unruhe; Konzentrationsschwäche; Koordinationsschwäche). Nachdem das WLAN ausgeschaltet war, verminderten sich die Symptome und verschwanden allmählich.

Es gibt meines Wissens bisher keine brauchbaren Langzeittests und kaum unabhängige Tests. Die WLAN-Technik entwickelt sich sehr rasch und es wird versucht, eine immer noch bessere Abdeckung mit neuen Mitteln und Techniken zu erzielen. Möglicherweise werden deshalb die Auswirkungen nie richtig erforscht werden können.

Mehr zum Thema z.B. beim Bundesamt für Gesundheit BAG oder bei Diagnose-Funk.

 

Gibt es gute Alternativen?

Oft wird Powerline Communication (Datenübertragung über Stromleitungen) als Alternative genannt. Während diese Technik im Fall von Funkstörungen Abhilfe schaffen kann, ist sie nicht strahlungsfrei. Auch hier sind mir Fälle bekannt, wo AnwenderInnen unter schweren Schlafstörungen litten, bis die Geräte vom Strom getrennt wurden.

Meiner Ansicht nach sind geschirmte Netzwerkkabel die störungsärmste Lösung. Nach den mir bisher bekannten Untersuchungen und Studien kann ich dazu keine "gesunden" Alternativen nennen.

Es bleiben nur der Selbstversuch und allgemeine Hinweise, welche minimalen Vorkehrungen man beachten kann, um Einflüsse auf die Gesundheit und das Wohlbefinden klein zu halten. Dazu nennt das Bundesamt für Gesundheit BAG bei seinen Faktenblättern (Stand 13.10.2014):

 

Folgende Tipps, die nicht als Schutzmassnahmen zu verstehen sind, richten sich deshalb vor allem an Personen, welche die hochfrequente Strahlung von WLAN trotzdem aus persönlichen Gründen verringern möchten:

  • Platzieren Sie den Access Point zentral im zu versorgenden Gebiet, damit alle WLAN-Geräte einen guten Empfang haben.
  • Schalten Sie die WLAN-Geräte oder den Access Point aus, wenn Sie es nicht verwenden.
  • Stellen Sie den Access Point einen Meter entfernt von Arbeits-, Aufenthalts- oder Ruheplätzen auf, um die Strahlung zusätzlich zu verringern.
  • Falls Ihr Access Point eine Leistungsregelung aufweist, können Sie die Sendeleistung des Access Point soweit reduzieren, als dass sich alle angeschlossenen Geräte mit ihm verbinden können.
  • Verwenden Sie Geräte mit den modernsten WLAN Standards 802.11n und 802.11ac, die Daten sehr effizient übertragen.

Ich füge dem bei: